Vinzenz Pathologieverbund am Standort Linz

Standort Linz

Institut für klinische Pathologie & Molekular­pathologie

Zentrale diagnostische Kompetenz 

Das Institut für klinische Pathologie und Molekularpathologie am Standort Linz ist Teil des Vinzenz Pathologieverbunds und zählt zu den zentralen diagnostischen Einrichtungen innerhalb der Vinzenz Gruppe. 1969 unter der Leitung von Prim. Dr. Heinz Regele gegründet, decken wir am Standort Linz sämtliche Bereiche der Pathologie ab.

Akkreditierte Labordiagnostik

Unsere Prozesse unterliegen strengen Vorgaben zur Qualitätssicherung: Das Institut für klinische Pathologie und Molekularpathologie in Linz ist seit 2022 nach EN ISO 15189 akkreditiert und stellt sich regelmäßig externen Begutachtungen durch die Akkreditierung Austria, Österreichische nationale Akkreditierungsstelle im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. So stellen wir sicher, dass unsere Diagnostik höchsten fachlichen und organisatorischen Standards entspricht.

Spezialisierte Teams

Die Qualität unserer Diagnostik lebt von Spezialisierung und Zusammenarbeit: Am Institut für klinische Pathologie und Molekularpathologie am Standort Linz bringen erfahrene Patholog*innen ihre fachliche Expertise in klar definierten Arbeitsgruppen ein. Jede Probe wird sorgfältig geprüft und beurteilt.

Dabei stehen unsere Teams in engem fachlichem Austausch mit den Tumorboards des Ordensklinikums Linz Barmherzige Schwestern sowie des Ordensklinikums Linz Elisabethinen. So fließen unsere Befunde direkt in interdisziplinäre Entscheidungen ein und unterstützen behandelnde Ärzt*innen im klinischen Alltag.

Fachspezifische Arbeitsgruppen am Standort Linz:

  • Dermatopathologie
  • Gastro- und Lungenpathologie
  • Hämatopathologie
  • HNO-Pathologie
  • Mamma- und gynäkologische Pathologie
  • Schilddrüsen- und endokrine Pathologie
  • Uropathologie
  • Weichteilpathologie

Fachliche Beratung

Für fachliche Rückfragen und Beratungen steht Ihnen unser Institutsvorstand gerne zur Verfügung:

Prim. Univ.-Prof. Dr. Farid Moinfar
Institutsvorstand Linz & Geschäftsführer
E-Mail: farid.moinfar@pathologieverbund.at
Telefon: +43 732 7677 - 4921

Zur fachlichen Beratung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse wenden Sie sich bitte an die jeweilige Expertin bzw. den jeweiligen Experten aus den nachfolgenden Fachbereich:

Dermapathologie
Prim (em). Dr. Wolfgang Sega
OÄ Dr.in Alexandra Bergmayr
OÄ Dr.in Sophie Haitchi-Petnehazy
OA Dr. Peter Niedermoser

Gastro- & Lungenpathologie
OA Dr. Vedat Alibegovic
OÄ Dr.in Alexandra Bergmayr
OÄ Dr.in Sabine Nell

Hämatopathologie
Univ.-Prof.Dr. Christine Beham-Schmid
OÄ Dr.in Christine Gruber-Rossipal
OÄ Dr.in Sophie Haitchi-Petnehazy
OÄ Dr.in Eva Maier

HNO-Pathologie
OÄ Dr.in Eva Maier
OÄ Dr.in Sabine Nell
Prim (em). Dr. Wolfgang Sega

Mamma & Gynäkologische Pathologie
Prim. Univ.-Prof. Dr. Farid Moinfar
OÄ Dr.in Christine Gruber-Rossipal
OÄ Dr.in Sophie Haitchi-Petnehazy
OÄ Dr.in Eva Maier

Schilddrüse/Endokrine Pathologie
OA Dr. Vedat Alibegovic

Uro-Pathologie
Prim. Univ.-Prof. Dr. Farid Moinfar
OA Dr. Peter Niedermoser

Weichteilpathologie
OÄ Dr.in Sabine Nell
OA Dr. Vedat Alibegovic

Internationale Expertise

Als Referenzzentrum für Mamma- und gynäkologische Pathologie übernimmt der Standort Linz eine besondere Rolle: Unsere Patholog*innen bringen ihre Expertise neben ihrer diagnostischen Tätigkeit auch in die Vincent Academy of Pathology ein und unterstützen die Vorbereitung und Durchführung internationaler diagnostischer Kurse. Damit unterstützen wir die Weiterentwicklung in der Tumordiagnostik und stärken den globalen fachlichen Austausch.

Diagnostisches Spektrum

Am Institut für klinische Pathologie & Molekularpathologie am Standort Linz decken wir das gesamte Spektrum der klinischen Pathologie und Molekularpathologie ab. Wir unterstützen Ärzt*innen unterschiedlicher Fachrichtungen mit präziser, zeitnaher und qualitätsgesicherter Diagnostik. Unsere Befunde dienen als Grundlage für fundierte Therapieentscheidungen.

In der Histologie untersuchen unsere Patholog*innen Gewebeproben wie Biopsien, Stanzen oder Operationsmaterial. Wir stellen hauchdünne, gefärbte Schnitte her und beurteilen die Strukturen direkt unter dem Mikroskop. So erkennen wir, ob Gewebe gesund, entzündet oder tumorverdächtig ist.
Den Befund der histologischen Untersuchung übermitteln wir in der Regel innerhalb von zwei bis vier Tagen, damit behandelnde Ärzt*innen rasch entscheiden können, wie es weitergeht.

Bei laufenden Operationen – etwa bei einem Knoten in der Brust – analysieren wir Gewebeproben innerhalb weniger Minuten während des Eingriffs.
Mit der Schnellschnittmethode gefrieren wir das Material, schneiden es und geben innerhalb kurzer Zeit direkt in den OP die Rückmeldung, ob der Befund gutartig oder bösartig ist. Unsere Einschätzung entscheidet darüber, wie der*die Chirurg*in weiter vorgeht.

In der Immunhistochemie machen wir Proteinstrukturen im Zellkern, im Zellleib und an der Kernmembran sichtbar. Dafür nutzen wir spezielle Färbemethoden, mit denen wir Tumoren exakt unterscheiden, ihren Ursprung bestimmen und damit wichtige Therapieentscheidungen unterstützen. 

Im zytologischen Labor analysieren wir einzelne Zellen aus Abstrichen oder Körperflüssigkeiten. So erkennen wir frühe Veränderungen, etwa Vorstufen von Krebserkrankungen, und unterstützen damit eine frühzeitige und präzise Diagnose. Die gynäkologische Zytologie – bekannt durch den PAP-Test – ist dabei ein wichtiger Baustein der Früherkennung. 

In der molekularen Diagnostik analysieren wir genetische Strukturen und Veränderungen in Tumoren und Mikroorganismen. Durch moderne Verfahren wie PCR in unseren Laboren und Next-Generation Sequencing (NGS) an unserem Standort in Ried identifizieren wir Mutationen und Resistenzen, um gezielte, personalisierte Therapien zu ermöglichen.

Mit dem EndoPredict-Test ermitteln wir das 10-Jahres-Risiko einer Fernmetastasierung bei Brustkrebs. Bei einer Fernmetastasierung lösen sich Krebszellen vom ursprünglichen Tumor und wandern in andere, weiter entfernte Organe, zum Beispiel in die Lunge, Leber, Knochen oder das Gehirn. Der Test hilft einzuschätzen, wie wahrscheinlich so eine Entwicklung in den nächsten Jahren ist. Dafür kombinieren wir Genexpressionsdaten mit klinischen Faktoren und liefern behandelnden Ärzt*innen die Grundlage für eine individuell passende Therapie. Der Vinzenz Pathologieverbund gehört zu den wenigen Instituten in Österreich, die diesen Test durchführen. Unser erfahrenes Team in Linz wertet die Proben rasch und zuverlässig aus, damit Patient*innen schnell Klarheit und eine sichere Basis für Entscheidungen erhalten. 

Eine Obduktion in der Pathologie unterscheidet sich wesentlich von jener in der Gerichtsmedizin. Sie dient der Klärung medizinischer Fragen bei Menschen, die an natürlichen Ursachen (z. B. Krankheiten) gestorben sind. Anhand der Darstellung krankhafter Veränderungen an der verstorbenen Person führen wir gemeinsam mit den behandelnden Ärzt*innen eine Analyse des Krankheitsverlaufs durch, um die Todesursache festzustellen.  Damit liefern wir wichtige Erkenntnisse für Angehörige, die medizinische Dokumentation und die Qualitätssicherung im Gesundheitssystem.