Diagnoseangebot

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Diagnoseangebot

Wir erkennen Krankheiten und ermöglichen damit die passende Therapie

Für viele Patient*innen ist die Pathologie nicht greifbar. Doch wir sind da, wo es drauf ankommt: Wir geben Sicherheit bei der Vorsorge (z. B. beim PAP-Abstrich) und steuern im Notfall noch während der Operation mittels Gefrierschnitt das Handeln der Chirurg*innen. Wir arbeiten im Hintergrund, aber immer für den Menschen: Unsere Diagnosen geben Klarheit darüber, welche Krankheit vorliegt, ob eine Operation nötig ist oder welches Medikament am besten wirkt.

Wir beantworten Fragen wie:

  • Ist in einer Gewebeprobe eine krankhafte Veränderung festzustellen?
  • Hat ein Erreger dazu geführt – und wenn ja welcher?
  • Welches Antibiotikum ist gegen einen bestimmten Erreger wirksam?
  • Ist in einer Gewebeprobe ein Tumor nachweisbar?
  • Ist ein Tumor gut- oder bösartig?
  • Auf welche Therapie spricht ein Tumor an?

Was untersucht die Pathologie?

Wir analysieren Gewebeproben und Körperflüssigkeiten (z. B. Blut), um Erkrankungen zu erkennen oder auszuschließen. Unsere Ergebnisse dienen Ärzt*innen als Orientierung für weitere diagnostische oder therapeutische Schritte. Dafür nutzen wir ein breites Spektrum an modernen Untersuchungsmethoden.

In der Histologie untersuchen unsere Patholog*innen Gewebeproben wie Biopsien, Stanzen oder Operationsmaterial. Wir stellen hauchdünne, gefärbte Schnitte her und beurteilen die Strukturen direkt unter dem Mikroskop. So erkennen wir, ob Gewebe gesund, entzündet oder tumorverdächtig ist.
Den Befund der histologischen Untersuchung übermitteln wir in der Regel innerhalb von zwei bis vier Tagen, damit behandelnde Ärzt*innen rasch entscheiden können, wie es weitergeht.

Bei laufenden Operationen – etwa bei einem Knoten in der Brust – analysieren wir Gewebeproben innerhalb weniger Minuten während des Eingriffs.
Mit der Schnellschnittmethode gefrieren wir das Material, schneiden es und geben innerhalb kurzer Zeit direkt in den OP die Rückmeldung, ob der Befund gutartig oder bösartig ist. Unsere Einschätzung entscheidet darüber, wie der*die Chirurg*in weiter vorgeht.

In der Immunhistochemie machen wir Proteinstrukturen im Zellkern, im Zellleib und an der Kernmembran sichtbar. Dafür nutzen wir spezielle Färbemethoden, mit denen wir Tumoren exakt unterscheiden, ihren Ursprung bestimmen und damit wichtige Therapieentscheidungen unterstützen. 

Im zytologischen Labor analysieren wir einzelne Zellen aus Abstrichen oder Körperflüssigkeiten. So erkennen wir frühe Veränderungen, etwa Vorstufen von Krebserkrankungen, und unterstützen damit eine frühzeitige und präzise Diagnose. Die gynäkologische Zytologie – bekannt durch den PAP-Test – ist dabei ein wichtiger Baustein der Früherkennung. 

In der Mikrobiologie kultivieren wir Erreger aus Proben wie Harn, Stuhl oder Abstrichen. Wir identifizieren den auslösenden Mikroorganismus, prüfen Resistenzen und finden damit heraus, welches Antibiotikum am besten wirkt. In der Infektionsserologie weisen wir Antikörper gegen Erreger nach und zeigen, ob eine Infektion aktuell besteht oder früher stattgefunden hat.

In der molekularen Diagnostik analysieren wir genetische Strukturen und Veränderungen in Tumoren und Mikroorganismen. Durch moderne Verfahren wie PCR in unseren Laboren und Next-Generation Sequencing (NGS) an unserem Standort in Ried identifizieren wir Mutationen und Resistenzen, um gezielte, personalisierte Therapien zu ermöglichen.

Mit dem EndoPredict-Test ermitteln wir das 10-Jahres-Risiko einer Fernmetastasierung bei Brustkrebs. Bei einer Fernmetastasierung lösen sich Krebszellen vom ursprünglichen Tumor und wandern in andere, weiter entfernte Organe, zum Beispiel in die Lunge, Leber, Knochen oder das Gehirn. Der Test hilft einzuschätzen, wie wahrscheinlich so eine Entwicklung in den nächsten Jahren ist. Dafür kombinieren wir Genexpressionsdaten mit klinischen Faktoren und liefern behandelnden Ärzt*innen die Grundlage für eine individuell passende Therapie. Der Vinzenz Pathologieverbund gehört zu den wenigen Instituten in Österreich, die diesen Test durchführen. Unser erfahrenes Team in Linz wertet die Proben rasch und zuverlässig aus, damit Patient*innen schnell Klarheit und eine sichere Basis für Entscheidungen erhalten. 

Eine Obduktion in der Pathologie unterscheidet sich wesentlich von jener in der Gerichtsmedizin. Sie dient der Klärung medizinischer Fragen bei Menschen, die an natürlichen Ursachen (z. B. Krankheiten) gestorben sind. Anhand der Darstellung krankhafter Veränderungen an der verstorbenen Person führen wir gemeinsam mit den behandelnden Ärzt*innen eine Analyse des Krankheitsverlaufs durch, um die Todesursache festzustellen.  Damit liefern wir wichtige Erkenntnisse für Angehörige, die medizinische Dokumentation und die Qualitätssicherung im Gesundheitssystem.